Dieser Artikel ist Teil der Ratgeber-Reihe Finanzielle Freiheit. Sind Sie schon finanziell frei?

Viele Menschen vereint der Wunsch nach der eigenen Immobilie. Die Gründe für einen Hauskauf oder Immobilienerwerb sind vor allem eine Altersvorsorge durch eingesparte Mietzahlungen inklusive bei einem Eigenheim keine nervigen Nachbarn und mehr Natur wie z.B. ein schöner Garten.

Die Mehrheit der Menschen ist nicht in der Lage, die eigene Immobilie von 300.000 bis 500.000 Euro in bar zu kaufen und ist deshalb auf Kredite von der Bank angewiesen. Baufinanzierungen (private Immobilienfinanzierung) laufen in der Regel über 20 bis 30 Jahre und stellen oft die größte Investition im Leben dar.

Deshalb ist bei einem Immobilienkauf zwingend zu überlegen, welche Lage die eigene Immobilie haben sollte:

  • Eine Eigentumswohnung oder ein Reihenhaus / Townhouse / Townhaus im Zentrum oder Stadtkern einer Stadt mit stabilen und/oder steigenden Immobilienpreisen wie z.B. in Berlin, München, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Leipzig oder Potsdam
  • Ein Reihenhaus, ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung in sehr gefragten ländlichen Gegenden wie z.B. Starnberger See
  • Ein Reihenhaus oder Eigenheim im Speckgürtel großer Metropolen mit einem relativ stabilen oder steigenden Werterhalt
  • Ein Reihenhaus oder Eigenheim auf dem Land (synonym auch „in der Pampa“ bezeichnet) mit einem mittleren bis hohen Wertverlust durch die große Entfernung zu gefragten Städten oder einen Bevölkerungsschwund

Der größte Finanzirrtum der Mittelschicht ist wohl das eigene Heim auf Kredit in der Pampa. Nach dem das Baudarlehen zurückgezahlt ist, besteht für Immobilien in einer Stadt sowie in der nahen Peripherie der Stadt oder in sehr nachgefragten Regionen die größte Chance auf einen angemessenen Wiederverkaufspreis oder sogar eine deutliche Wertsteigerung. Zwar bietet das Haus mit Grundstück auf dem Land aufgrund der größeren Naturverbundenheit für viele Menschen eine größere Lebensqualität, doch ist damit auch ein Wertverlust von ca. 50% des ursprünglichen Kaufpreises verbunden.

Wirtschaftlich gesehen ist das Eigenheim in ländlichen oder abgelegenen Regionen in der Regel ein finanzieller Verlust für die Eigentümer als auch deren Kinder. Denn die veränderten Lebensgewohnheiten lassen auch die Frage zu, ob die eigenen Kinder überhaupt in der mühevoll abbezahlten Immobilie auf dem Land wohnen möchten? Bitte beachten Sie auch, dass Sie bei Immobilien zur Eigennutzung die enormen Kosten der Instandhaltung nicht in dem Umfang absetzen können, als wenn Sie die Immobilie vermieten!

Immobilien-Tipp: Eine über Jahrzehnte finanzierte Immobilie, in der Sie selbst wohnen ist in erster Linie keine Investition, sondern eine Verbindlichkeit gegenüber der Bank. Die Finanzierung schränkt Sie sowohl persönlich als auch finanziell auf viele Jahre ein.

Wenn Sie Ihr Geldvermögen erhalten und vermehren möchten, sollten Sie nur eine Immobilie (Eigentumswohnung, Reihenhaus, Eigenheim, Grundstück) in gut nachgefragten Lagen kaufen bzw. finanzieren – erst recht, wenn Sie nicht bar bezahlen können. Das bietet Ihnen einerseits die Chance auf einen hohen Wiederverkaufswert (auch wenn die Immobilie noch nicht komplett abbezahlt ist) und andererseits die Sicherheit während der Finanzierung gegenüber der Bank, auch bei sinkenden Einkommen und sich damit ändernden Kreditrisiken der Bank keine Zwangsversteigerung zu riskieren.

Kaufen bzw. finanzieren Sie eine günstig erworbene und nicht überteuerte Immobilie und vermieten sie diese anstatt selbst zu nutzen, um Steuervorteile nutzen und Kosten absetzen zu können. Kleinere Eigentumswohnungen lassen sich schneller und hochpreisiger vermieten als große. Mit jeder weiteren Immobilie zur Fremdvermietung steht Ihnen bei einer klaren Finanzierung durch die eingenommenen Mietzahlungen ein zusätzlicher Cashflow zur Verfügung, was Ihnen ein passives Einkommen beschert. Wohnen Sie auf der anderen Seite selbst zur günstigen Miete, um flexibel auf sich ändernde Lebenssituationen reagieren zu können.

Dennoch, ein Immobilienbesitzer, der die Immobilie selbst nutzt und abbezahlt, kann nach 20 bis 30 Jahren über mehr Vermögen verfügen, als ein Mieter, welcher nach dieser Zeit ohne einen Immobilienbesitz dasteht. Sie sollten also zwingend auf die Lage der Immobilie achten, so dass der Wertverlust für einen möglichen Verkauf der Immobilie nicht zu stark ausfällt! Haben Sie und Ihre Kinder vor, das Haus ein Leben lang zu nutzen, kann Ihnen der auf dem Papier stehende Wiederverkaufswert bzw. der Wertverlust der Immobilie relativ egal sein. Alles was dann zählt ist der individuelle Wert der Immobilie für das persönliche Leben.

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